Velolager im Strohhotel
Tag 1
Am Dienstag, 30. August 2022 starteten wir bei strahlendem Wetter in unser 3tägiges Velolager. Zuerst radelten wir nach Amriswil. Dort wartete ein Besuch im Schulmuseum auf uns. Das war, als ob wir in die Vergangenheit kämen. Wir sassen in uralten, hölzernen Bänken. Es war ziemlich eng. Wenn der Lehrer reinkam, musste man aufstehen. Früher war das WC ausserhalb, zum Glück ist das heute modern. Sie hatten auch eine andere Schrift.
In Romanshorn in der Badi gab es eine tolle Rutschbahn. Das hat mega Spass gemacht! Die ganze Klasse rutschte hintereinander die Rutsche runter. Leider hat das die Badmeisterin gesehen und verboten. Darum spritzten wir jetzt Janis und Laurent nass. Gegen Abend fuhren wir die letzte Etappe zum Strohhotel nach Frasnacht. Es hatte dort Kühe, Kälber, herzige Hasen und Fledermäuse. In der ersten Nacht schliefen die Mädchen im Stroh, die Jungs auf Matratzen.
Tag 2
Als wir am nächsten Morgen aufwachten, war das Wetter trüb und regnerisch. Für den Besuch im Saurer-Museum zogen wir darum unsere Regensachen an. Der Weg war nicht weit und der Regen nicht heftig. Saurer hatte Lastwagen gebaut. Die wurden bis nach Brasilien geliefert. Wir sahen Fahrzeuge für den Ackerbau, fürs Militär, Postautos und alte Feuerwehrautos. Bei vielen durften wir uns hinters Steuer klemmen und so tun als ob. Das hat Spass gemacht.
Eigentlich wollten wir zum Zmittag am See grillieren, aber es hat geregnet. Darum fuhren wir zurück zum Strohhotel und brätelten dort unsere Würste. Als das Wetter wieder sicherer wurde, konnten wir den Ausflug nach Rorschach doch noch wagen. Dort gab es unglaubliche Sandskulpturen zu sehen. Künstler aus der ganzen Welt haben sie gebaut. Auf dem Heimweg machten wir Halt auf einem supercoolen Piraten-Spielplatz. Es hatte eine fast senkrechte Rutsche!
Wieder beim Strohhotel machten sich ein paar Tapfere mit Laurent und Janis auf den Weg zum See. Der hatte immer noch nicht so viel Wasser. Darum war der Weg rein recht matschig und es stank. Aber wir haben uns angespritzt und mit dem Ball gespielt. Es war toll, und anschliessend wartete ja eine saubere, warme Dusche auf uns.
Zum Znacht gab es leckere Pizza! Diese Nacht schliefen die Jungs im Stroh. Vor dem Schlafen zeigten uns Janis und Laurent wie man «würmelt».
Tag 3
Am Donnerstagmorgen mussten wir schon wieder alles verpacken und ins Auto laden. Als erstes machten wir einen Besuch auf der Öpfelfarm. Der Weg dorthin war eigentlich nicht weit, aber wir waren doch schon recht müde. Zum Glück konnten wir dort frische und getrocknete Öpfelringli, Zwetschgen und Birnen probieren. Für die Öpfelringli werden nur Jonagold verwendet. Herr Kauderer erklärte uns den ganzen Ablauf und all die speziellen Maschinen. Von dort fuhren wir zum Schloss Hagenwil. Hier machten wir einen Halt, bevor es die 15% -Steigung hochging. Einige fuhren alles hoch, die meisten liefen aber ein Stück. Es war MEGAstreng. Das nächste Ziel war Sitterdorf. Puh! Ziemlich müde kamen wir hier an. Nach einem kurzen Imbiss zeigte uns Willi den Flugplatz. Ein Helikopter war riesig. Er kostete 3,5 Millionen und gehört einem Geschäftsmann, der ihn für Ferien und Geschäftsreisen braucht.
Auf dem Spielplatz durften wir die Bahnen fahren. Das hat Spass gemacht, alle waren plötzlich wieder wach! Leider drängte die Zeit und wir mussten aufbrechen. Auf kürzestem Weg fuhren wir nach Weinfelden. Zu Hause erzählten wir von all den grossen und kleinen Erlebnissen. Es waren drei tolle Tage! Aber jetzt brauchten wir erst mal unser eigenes Bett und eine Mütze Schlaf .
Text und Fotos: Zusammenschnitt aus den Tagebüchern der 5. Klasse K. Büchi / A. Marcelat