Leuchtende Köpfe und warme Ohren

220 Kinder des Martin Haffter Schulhauses erhielten selbstgestrickte Stirnbänder. «Morge wenns chli dunkel isch und au es bitzli chalt…» singen die Kinder des Kindergartens und der 1. bis 3. Klasse des Martin Haffter Schulhause, begleitet am E-Piano von Lehrerin Hanna Götz, die dieses Lied zusammen mit ihrer Schwester Barbara eigens für diesen Anlass komponiert hat.

«Insbesondere in dieser Jahreszeit ist es wichtig, dass man euch gut sehen kann, und deshalb kamen Frauen daheim und in Alters- und Pflegeheimen auf die Idee, trendige Stirnbänder mit Glitzerfäden drin zu stricken, die euch zum Strahlen bringen», sagt Schulleiter Jean-Philippe Gerber. Er nennt drei Gründe weshalb die Schüler das Stirnband tragen sollte: «Es ist mit viel Herzblut und Liebe selbst gemacht, schützt gegen die Kälte und man kann euch schon von weitem im Strassenverkehr erkennen.»

Auch die Augen leuchten

Mit dabei ist auch Edith Labhart aus Homburg. Sie hat sich alle zwei Wochen mit ihren beiden Freundinnen Irene Stäuble und Monika Hung zu einem Stricknachmittag getroffen und so sind insgesamt 90 leuchtende Stirnbänder zusammengekommen. «Ältere Menschen und Kinder gehören zu den gefährdetsten Verkehrsteilnehmenden. Um die Sicherheit von Kindern im Strassenverkehr zu erhöhen, hat die terzStiftung Berlingen Frauen eingeladen, für die bessere Sichtbarkeit der jüngsten Verkehrsteilnehmer in der Dunkelheit lichtreflektierende Stirnbänder zu stricken», erklärt Jacqueline Sennhauser, Assistentin Projekt «Frauen bringen Kinder zum Leuchten». Auf zwei Tischtennis-Tischen liegen die bunt leuchtenden Stirnbänder bereit. Auch die Augen der Kinder leuchten und jedes darf sich ein Exemplar auslesen und über die Ohren ziehen. Zum Schluss singen die Kinder zum Dank ihr «Stirnbandlied».

Text und Fotos: Werner Lenzin

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